
Fotos und Beschreibungen, die Anfragen bringen
Was ein brauchbares Foto zeigt, in welcher Reihenfolge die Bilder stehen sollten und welche vier Angaben in jede Beschreibung gehören.
· 3 Min. Lesezeit
Ein Inserat hat zwei Aufgaben: gesehen werden und Rückfragen ersparen. Das erste erledigen die Fotos, das zweite die Beschreibung. Beide sind schneller gemacht, als die meisten annehmen.
Was ein brauchbares Foto zeigt
Die Fläche selbst, nicht das Gebäude von der Straße. Ein Betreiber will wissen, wo sein Automat, sein Pop-up oder seine Anlage stehen würde, und dafür braucht er den Blick auf genau diese Stelle.
Drei Dinge machen den Unterschied:
Licht. Fotografiere tagsüber und schalte an, was da ist. Ein dunkles Bild wirkt wie ein dunkler Raum, auch wenn der Raum hell ist.
Der Ausschnitt. Halte die Kamera auf Augenhöhe und richte sie gerade aus, sodass senkrechte Kanten senkrecht bleiben. Aufnahmen von schräg oben lassen Räume kippen und Flächen kleiner wirken.
Bezug. Ein Bild, auf dem nur eine leere Wand zu sehen ist, sagt nichts über die Größe. Nimm die Umgebung mit: die Tür daneben, den Gang davor, das Fenster.
Handykameras reichen dafür vollständig aus. Was nicht ausreicht, sind Aufnahmen im Dunkeln, mit Blitz frontal auf eine Glasfläche, oder mit halb geschlossenen Rollläden.
Wie viele und in welcher Reihenfolge
Mindestens drei, höchstens zehn. Drei gute schlagen zehn beliebige.
Die Reihenfolge ist keine Nebensache: Das erste Bild erscheint in der Ergebnisliste und entscheidet darüber, ob jemand überhaupt klickt. Es sollte die Fläche am klarsten zeigen. Danach folgen sinnvollerweise die Umgebung, der Zugang, und alles Technische wie Anschlüsse.
Große Dateien werden beim Hochladen automatisch komprimiert, du musst also nichts vorbereiten.
Die vier Angaben, die jede Beschreibung braucht

Das Formular sagt es selbst: Lage im Umfeld, Ausstattung, Maße, und wann und wie der Zugang möglich ist. Wer diese vier abarbeitet, hat eine brauchbare Beschreibung, egal wie ungern er schreibt.
Die Lage im Umfeld meint nicht die Adresse, sondern was drumherum passiert. Wer kommt vorbei, zu welchen Zeiten, was ist nebenan.
Die Ausstattung ist das, was ein Betreiber sonst erfragen müsste: Strom, Wasser, Internet, Beleuchtung, Parkmöglichkeit.
Die Maße in Metern, nicht nur die Quadratmeter. Eine Fläche von zwölf Quadratmetern kann drei mal vier Meter sein oder ein Meter mal zwölf, und für ein Gerät macht das den Unterschied.
Der Zugang so konkret wie möglich. Nicht „nach Absprache", sondern die Zeiten, zu denen es ohne Absprache geht, und wie man hineinkommt.
Der Trick mit den Rückfragen
Die beste Beschreibung entsteht nicht beim Schreiben, sondern nach den ersten Anfragen. Notiere, was Leute dich fragen. Was dreimal gefragt wurde, gehört ins Inserat.
Nach ein paar Wochen ist die Beschreibung dadurch besser, als sie am ersten Tag hätte sein können, und die Anfragen werden konkreter. Ändern kannst du sie jederzeit, siehe Fläche bearbeiten, pausieren und löschen.
Was du nicht verschweigen solltest
Eine niedrige Decke, eine Stufe im Zugang, eine Baustelle nebenan, ein Dach, das in drei Jahren erneuert wird. All das fällt spätestens beim Ortstermin auf.
Vorher genannt kostet es dich vielleicht ein paar Anfragen von Leuten, für die es ohnehin nicht gepasst hätte. Hinterher entdeckt kostet es das Gespräch, in das beide Seiten schon Zeit gesteckt haben. Was für die jeweilige Nutzungsart wirklich zählt, steht in Was einen guten Automatenstandort ausmacht und Dachflächen für Photovoltaik anbieten.
Häufige Fragen
- Wie viele Fotos brauche ich?
- Mindestens drei, bis zu zehn sind möglich. Drei gute schlagen zehn beliebige.
- Reicht ein Handyfoto?
- Ja. Entscheidend sind Licht und Bildausschnitt, nicht die Kamera. Ein helles Handyfoto ist besser als eine dunkle Spiegelreflexaufnahme.
- Welches Foto sollte zuerst stehen?
- Das, welches die Fläche selbst am klarsten zeigt. Es ist das Bild, das in der Ergebnisliste erscheint und über den Klick entscheidet.
- Wie lang sollte die Beschreibung sein?
- Das Formular empfiehlt 200 Zeichen und mehr. Wichtiger als die Länge ist, dass die üblichen Rückfragen darin beantwortet sind.
- Soll ich Mängel erwähnen?
- Ja. Was im Ortstermin ohnehin auffällt, kostet dich vorher nichts und erspart hinterher ein abgebrochenes Gespräch.