
Wie die Prüfung neuer Inserate funktioniert
Warum jede neue Fläche von Hand angesehen wird, wie lange das dauert, woran es scheitern kann und was der Unterschied zwischen abgelehnt und gesperrt ist.
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Jede neue Fläche wird von Hand angesehen, bevor sie im Verzeichnis auftaucht. Das kostet dich üblicherweise weniger als einen Tag und dem Verzeichnis die Inserate, die niemandem nützen.
Warum überhaupt geprüft wird
Ein Verzeichnis lebt davon, dass die Einträge halten, was sie ankündigen. Betreiber bezahlen für Zugang zu Kontaktdaten, und wenn jeder zweite Kontakt ins Leere läuft, ist der Zugang nichts wert. Die Prüfung ist der Preis dafür, dass die andere Seite sich auf das verlassen kann, was dasteht.
Deshalb ist sie manuell. Ein automatischer Filter würde Formfehler finden und den Rest durchlassen.
Was in der Zwischenzeit passiert
Nach dem Absenden steht deine Fläche unter Meine Flächen im Reiter Wartet, mit einem Etikett am Inserat.

Sichtbar ist sie in dieser Zeit für niemanden außer dir. Du kannst sie weiter bearbeiten, das setzt die Prüfung nicht zurück.
Woran es hängen kann
Die häufigsten Gründe für eine Rückfrage sind unspektakulär.
Die Beschreibung trägt nicht. Zwei Sätze, aus denen weder Lage noch Ausstattung noch Zugang hervorgeht. Das ist kein Ablehnungsgrund, aber ein Grund nachzufragen, und das kostet beide Seiten Zeit.
Die Fotos zeigen nicht die Fläche. Ein Bild vom Gebäude aus der Ferne, ein Stockfoto, ein Screenshot einer Karte. Wenn niemand sieht, was vermietet wird, ist das Inserat nicht brauchbar.
Angaben passen nicht zusammen. Eine Größe, die zu den Fotos nicht passt, ein Preis, der offensichtlich ein Tippfehler ist, eine Adresse in einer anderen Stadt als der Titel.
Die Nutzungsart passt nicht. Eine Dachfläche, die als Pop-up markiert ist, landet in den falschen Suchergebnissen.
Bilder laufen zusätzlich durch eine automatische Prüfung
Unabhängig von der inhaltlichen Sichtung durchläuft jedes hochgeladene Bild eine automatische Prüfung, bevor es überhaupt gespeichert wird. Das ist keine Qualitätsbewertung, sondern eine Schutzmaßnahme, die jede Plattform mit Bild-Upload braucht.
Wir nutzen dafür den PhotoDNA Cloud Service von Microsoft, den Industriestandard für diesen Zweck.
PhotoDNA sieht sich ein Bild nicht an und versucht auch nicht, seinen Inhalt zu verstehen. Es rechnet es in Graustufen um, legt ein Raster darüber und bildet aus jedem Feld einen Zahlenwert. Das Ergebnis ist eine Signatur, ein sogenannter robuster Hash.
Diese Signatur wird gegen eine Datenbank von Signaturen bekannten Missbrauchsmaterials abgeglichen. Verglichen werden also Zahlen, nicht Bilder. Das Verfahren ist bewusst unempfindlich gegen Skalieren, Zuschneiden, Rekomprimieren oder das Übermalen von Bildteilen: Eine veränderte Kopie erzeugt eine ähnliche Signatur und wird trotzdem erkannt.
Daraus folgt aber auch eine klare Grenze, und die ist wichtig für das Verständnis: Das Verfahren findet bekanntes Material. Es beurteilt nicht, was auf deinem Foto zu sehen ist, und es zieht keine Schlüsse über dich. Ein Foto einer leeren Lagerhalle erzeugt eine Signatur wie jedes andere Bild auch, und diese Signatur steht in keiner Vergleichsdatenbank. Mehr passiert nicht.
Bestätigt PhotoDNA einen Treffer, meldet Microsoft diesen auf seiner Seite an die zuständige Stelle. Das läuft nicht über uns.
Warum ein Upload auch ohne Treffer scheitern kann
Die Prüfung ist bewusst so gebaut, dass sie im Zweifel blockiert. Ist der Dienst gerade nicht erreichbar oder lässt sich eine Datei nicht auswerten, wird der Upload abgelehnt, statt das Bild ungeprüft zu speichern.
Wenn ein Bild also ohne erkennbaren Grund nicht durchgeht, ist das in aller Regel kein Verdacht, sondern eine technische Störung. Versuch es nach ein paar Minuten erneut, und wenn es dabei bleibt, schreib dem Support.
Schlägt die Prüfung dagegen tatsächlich an, wird das Inserat abgelehnt, die Galerie ersetzt und der Vorgang protokolliert. Das ist der einzige Zustand, aus dem eine Fläche nicht durch Nachbessern zurückkommt, und er hat Folgen für das Konto.
Abgelehnt, gesperrt, pausiert
Drei Zustände, die leicht verwechselt werden.
Abgelehnt betrifft die Inhaltsprüfung der Bilder und ist endgültig.
Gesperrt heißt, wir haben eine bereits freigegebene Fläche nachträglich vom Netz genommen, mit einem Grund, der auf der Karte steht. Das passiert etwa nach einer Meldung. Der Weg zurück führt über den Support, nachdem behoben ist, was benannt wurde.
Pausiert ist deine eigene Entscheidung und hat mit der Prüfung nichts zu tun. Alle drei sind in Fläche bearbeiten, pausieren und löschen beschrieben.
Was du tun kannst, damit es schnell geht
Ein vollständiges Inserat geht schneller durch als ein knappes. Beschreibung mit Lage, Maßen, Ausstattung und Zugang, mindestens drei Fotos, die die Fläche zeigen, und eine Nutzungsart, die zur Fläche passt.
Das ist keine Formalie: Was die Prüfung aufhält, sind Rückfragen, und die entstehen genau dort, wo Angaben fehlen. Wie du das Inserat aufbaust, steht in Eine Fläche einstellen, und worauf es bei Text und Bildern ankommt, in Fotos und Beschreibungen.
Häufige Fragen
- Wie lange dauert die Freigabe?
- Üblicherweise weniger als 24 Stunden. Du bekommst eine E-Mail, sobald die Fläche live ist.
- Werden Änderungen an einer freigegebenen Fläche erneut geprüft?
- Nein. Die Prüfung betrifft neue Inserate. Änderungen gehen sofort live, weshalb sie beim Speichern stimmen sollten.
- Was ist der Unterschied zwischen abgelehnt und gesperrt?
- Abgelehnt heißt, die Bilder haben die Inhaltsprüfung nicht bestanden. Gesperrt heißt, wir haben eine freigegebene Fläche nachträglich vom Netz genommen, mit einem genannten Grund.
- Kann ich die Prüfung beschleunigen?
- Nicht direkt. Was hilft, ist ein vollständiges Inserat: Beschreibung, Maße, brauchbare Fotos. Rückfragen kosten mehr Zeit als die Prüfung selbst.
- Sieht jemand meine Kontaktdaten bei der Prüfung?
- Die Prüfung sieht das Inserat. Zugriffe auf Kontodaten sind an einen Anlass gebunden und werden protokolliert.
- Was passiert bei der automatischen Bildprüfung mit meinen Fotos?
- Aus jedem Bild wird eine Signatur berechnet und mit Signaturen bekannten Missbrauchsmaterials verglichen. Der Bildinhalt wird dabei weder ausgewertet noch beurteilt.