
Einen Preis für deine Fläche finden
Wie du dich einem Preis näherst, ohne zu raten: vergleichen, Aufwand einrechnen, Laufzeit berücksichtigen, Spielraum lassen. Und wann Preis auf Anfrage sinnvoll ist.
· 3 Min. Lesezeit
Es gibt für die meisten Flächen keinen Marktpreis, den man nachschlagen könnte. Was es gibt, ist ein Weg, sich einem Preis zu nähern, mit dem du leben kannst und der Anfragen bringt.
Vorweg, damit die Erwartung stimmt: Wir nennen dir keinen Richtwert. Wir sind keine Preisberatung, kennen deine Fläche nicht, und eine Zahl von uns wäre eine Behauptung, für die wir geradestehen müssten.
Schritt eins: vergleichen
Das Verzeichnis ist offen, auch ohne Konto. Nutze das: Such nach deiner Nutzungsart in deiner Region und sieh dir an, was dort steht.
Vergleichbar heißt nicht gleich groß. Vergleichbar heißt ähnliche Nutzung, ähnliche Lage, ähnliche Ausstattung. Eine Automatenstellfläche in einem Bürofoyer und eine im Bahnhof haben unterschiedliche Preise, obwohl beide zwei Quadratmeter groß sind.
Achte darauf, wie oft Preis auf Anfrage steht. Wenn in deiner Nische fast alle einen Preis nennen, fällst du ohne einen auf. Wenn fast niemand einen nennt, ist das ein Hinweis darauf, dass es dort stark vom Einzelfall abhängt.
Schritt zwei: deinen Aufwand einrechnen
Ein Preis muss nicht nur die Fläche abdecken, sondern auch, was sie dich kostet.
Laufende Kosten, die du trägst: Strom, Heizung, Reinigung, Beleuchtung. Wenn das im Preis enthalten sein soll, muss es drin sein.
Deine Zeit. Wer aufschließt, wer da ist, wenn geliefert wird, wer bei Rückfragen erreichbar ist. Bei einer Fläche mit ständigem Zugang ist das nichts, bei einer, für die du jedes Mal hinfahren musst, ist es der eigentliche Preis.
Was du aufgibst. Ein Stellplatz, den du selbst gebraucht hättest, ist teurer als eine Ecke, die ohnehin leer stand.
Schritt drei: die Laufzeit berücksichtigen
Ein Monatspreis bedeutet bei zwei Wochen etwas anderes als bei zwei Jahren.
Kurze Laufzeiten dürfen anteilig mehr kosten, weil der Aufwand pro Vertrag derselbe bleibt. Lange Laufzeiten dürfen günstiger sein, weil sie dir Sicherheit geben und den Aufwand strecken. Schreib in die Beschreibung, wie du das handhabst, dann muss niemand raten.
Schritt vier: Spielraum lassen, aber nicht zu viel
Verhandelt wird fast immer. Ein Preis, der nach unten etwas Luft hat, ist deshalb sinnvoll.
Was nicht funktioniert, ist der Preis weit über dem Vergleichbaren mit dem Gedanken, man einige sich schon. Betreiber filtern nach Preis, bevor sie Beschreibungen lesen. Wer zu hoch einsteigt, verhandelt nicht härter, sondern gar nicht, weil sich niemand meldet.
Wann Preis auf Anfrage richtig ist
Es gibt gute Gründe dafür. Wenn der Preis wirklich von der Nutzung abhängt, wenn Nebenkosten stark schwanken, oder wenn du bei ungewöhnlichen Flächen erst wissen willst, was jemand vorhat.
Der Preis dafür ist real: Deine Fläche fällt aus jeder Suche, bei der jemand eine Preisspanne setzt. Wenn du dich nicht festlegen willst, hilft ein Kompromiss, nämlich ein Richtpreis im Feld und der Hinweis in der Beschreibung, wovon es abhängt.
Was in die Beschreibung gehört
Das Preisfeld nimmt eine Zahl. Alles, was diese Zahl erklärt, gehört in den Text: ob brutto oder netto gemeint ist, was an Nebenkosten enthalten ist und was nicht, wie du bei kürzeren oder längeren Laufzeiten rechnest, und ob du verhandelbar bist.
Drei Sätze reichen dafür, und sie ersparen den halben Nachrichtenwechsel. Wie du den Rest des Inserats aufbaust, steht in Fotos und Beschreibungen. Was am Ende zwischen euch geregelt wird und nicht über uns läuft, in Was der Preis auf einer Fläche bedeutet.
Häufige Fragen
- Nennt ihr mir einen Richtwert für meine Fläche?
- Nein. Wir sind keine Preisberatung und kennen deine Fläche nicht. Was wir bieten, ist ein Verzeichnis, in dem du Vergleichbares selbst ansehen kannst.
- Sollte ich hoch einsteigen und verhandeln?
- Ein Preis deutlich über dem Vergleichbaren kostet dich vor allem Anfragen. Verhandelt wird ohnehin, aber nur mit denen, die sich melden.
- Brutto oder netto?
- Schreib in die Beschreibung, wie du es meinst. Das Feld selbst nimmt nur eine Zahl, und ein Missverständnis darüber fällt erst im Gespräch auf.
- Was ist mit Nebenkosten?
- Nenne, was enthalten ist und was dazukommt, besonders Strom. Das ist die häufigste Quelle für Streit im laufenden Betrieb.
- Wann ist Preis auf Anfrage richtig?
- Wenn der Preis wirklich von der Nutzung abhängt. Als Ausweichmanöver kostet er dich Anfragen, weil deine Fläche aus jeder Preisfilterung fällt.